Der Fürst fährt mit Hybridantrieb zur Hochzeit

Wenige Wochen nach der Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton in London steht am Samstag, 2. Juli, eine weitere adlige Hochzeit auf dem Programm – bei den Grimaldis. Weil das Fürstenhaus von Monaco weiss, was es seinem schillernden Ruf schuldig ist, fahren Fürst Albert und Charlene Wittstock nicht etwa in einer altehrwürdigen Limousine zur Trauung, sondern in einem extra für die Traumhochzeit im Glamourparadies gebauten prunkvollen Landaulet von Auto-Hoflieferant Lexus.

Und weil der Fürst als «Grüner» unter den Blaublütigen gilt, der sich schon lange für Klimaschutz und Ressourcenschonung starkmacht und sich für alternative Antriebe interessiert, fährt die exklusive Hightech-Hochzeitskutsche natürlich mit Hybridantrieb.

Dach weg, Karbon rein

Der in einem dunklen Mitternachtsblau lackierte Luxusliner mit der extra freigelegten Rückbank basiert auf dem bekannten Lexus-Flaggschiff LS 600h, mit dem Fürst Albert schon bis jetzt seine Dienstfahrten absolviert hat. Doch statt abgeschieden hinter dunklen Vorhängen zu reisen, sitzt er am kommenden Samstag aber gemeinsam mit seiner Braut buchstäblich auf dem Präsentierteller – denn vom Fahrersitz nach hinten wurde die komplette Karosserie oberhalb der Gürtellinie kurzerhand entfernt und das Hochzeitspaar so an die frische Luft gesetzt.

Damit der japanische Luxusliner trotzdem die Contenance wahrt und sich auf den schlechten Strassen des Fürstentums nicht windet wie ein Mittelmeeraal im Hafenbecken, wurde die Limousine komplett entkernt und die Karosserie mit Karbon verstärkt. Auch deshalb hat der belgische Umrüster Carat Duchatelet über 2000 Arbeitsstunden in den aufwendigen Umbau gesteckt.

Rein elektrisch in die Kirche?

Nichts geändert haben die Japaner allerdings am Motor. Wie das Serienmodell kombiniert auch das Landaulet einen V8Benziner mit einem E-Antrieb und kommt so auf eine Systemleistung von 445 PS. Normalerweise ist der LS 600 so im Schnitt mit 9,3 Litern zufrieden und ist damit schon einer der Saubermänner unter den Luxuslinern. Am Hochzeitswochenende jedoch fährt er wohl noch sparsamer. Weil die Fahrt vom Palast hinunter zum Hafen und dann weiter zur Kirche Sainte-Devote kaum zwei Kilometer lang ist und im Schritttempo absolviert wird, schafft der Wagen das grösste Stück wahrscheinlich lautlos und rein elektrisch.



Für den Fall der Fälle und damit Charlenes Frisur auf dem Weg in die Kirchenicht in Mitleidenschaft gezogen wird, hat die zehnköpfige Entwicklungsmannschaft in Belgien übrigens auch eine Kuppel entwickelt, die man über den Rücksitz stülpen kann. Von einem Luftfahrtzulieferer aus nur acht Millimeter dünnem Po-lycarbonat massgefertigt, wiegt die transparente Haube nur 26 Kilogramm und ist in wenigen Minuten montiert. Glaubt man der aktuellen Wetterprognose, hätten sich die Ingenieure diese Arbeit sparen können. Denn wie es sich für eine Traumhochzeitgehört, lacht am kommenden Wochenende über der Côte d’Azur die Sonne von einem wolkenlos blauen Himmel.

Diese zusätzliche PR dürfte für Lexus nicht ungelegen kommen, denn das Flaggschiff ist mittlerweile in die Jahre gekommen. So wurden 2010 in der Schweiz nur noch 23 Exemplare des LS 600h verkauft. Trotzdem geht es der edlen Toyota-Tochter in der Schweiz gut: Nach 5 Monaten liegt Lexus mit 14,5 Prozent über dem Resultat des Vorjahres.

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