VDA – Elektromobilität braucht neue Impulse

Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, ist der Meinung, dass Deutschland im Punkt Elektromobilität hinterher hinkt.  Zwar gehören die deutschen Autohersteller inzwischen zu den führenden Produzenten von Elektromodellen, doch das reicht leider nicht. Man muss auch auf der Beschaffungsseite Impulse setzen.

Dies sah man auch wieder deutlich, bei den jüngsten KBA-Zahlen. Zwar erfuhren die Elektroautos mit 75,3 Prozent Zuwachs in den ersten sechs Monaten die deutlichste Steigerung, neu zugelassen wurden allerdings im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor (Benzin: 50,4 Prozent, Diesel : 48,0 Prozent) gerade mal 0,3 Prozent. In absoluten Zahlen heißt das: Zu den 12.156 Elektrofahrzeugen, die das KBA bis Anfang des Jahres in der Republik gezählt hatte, kamen von Januar bis Ende Juni 2.389 Elektrofahrzeuge noch einmal neu hinzu. Und das ist noch ein weiter Weg bis zu den von der Bundesregierung bis 2020 avisierten Million Elektroautos.

Die Elektromobilität soll unsere Zukunft sein und die deutsche Automobilindustrie steht auf der Pole Position. Allein bis Ende des Jahres bringen deutsche Hersteller 16 neue Serienmodelle mit Elektroantrieb auf den Markt. Dazu komme eine innovative Zuliefererindustrie, wie etwa Bosch, Continental oder ZF Friedrichshafen.

Nun ist die Bundesregierung gefragt. Die Rahmenbedingungen müssen sich ändern, wie etwa ein Elektromobilitäts-Gesetz, das für eine eindeutige Kennzeichnung von Elektrofahrzeugen (Batterie, Plug-In, Range-Extender) sorge und bundesweite Sonderrechte für Elektrofahrzeuge, zum Beispiel die Öffnung von Busspuren oder bevorzugte Parkräume, einführe sowie ein größeres und dichteres Ladesäulennetz. Um den Absatz anzukurbeln, rät der Verbandspräsident, besonders den Firmenwagenmarkt in den Blick zu nehmen, etwa durch eine Verbesserung der Abschreibungsbedingungen für Elektroautos. Dazu sollten außerdem Bund, Länder und Kommunen bei der Erneuerung ihrer Fuhrparks mit gutem Beispiel vorangehen.



Quelle: Auto-Presse.de

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