Toyota gibt Brennstoffzellen-Patente frei

Das Modell Mirai ist Toyotas Brennstoffzellen-Hoffnung.


Toyota Mirai


Die Japaner nun 5.600 Patente frei, um die Konkurrenz anzustacheln.

Toyota geht mit seiner Brennstoffzelle große Schritte vorwärts: Um das Geschäft mit diesem alternativen Antrieb anzukurbeln, gibt der japanische Autobauer jetzt mehr als 5.600 seiner Patente rund um diese Technologie  frei.

Toyota hat erst kürzlich als erster Hersteller überhaupt ein Auto mit Brennstoffzellenantrieb in Großserie auf den Markt gebracht – zunächst nur in Japan. Doch der Mirai dürfte nicht mehr als ein Nischendasein führen. Brennstoffzellen-Autos gelten ähnlich wie E-Fahrzeuge als innovativ, von einem Durchbruch am Markt sind sie allerdings noch meilenweit entfernt.

Im September dieses Jahres folgt die Mirai-Markteinführung in einigen europäischen Ländern. Die wasserstoffbetriebene Limousine stößt lokal kein CO2 bzw. Schadstoffe aus, bietet laut Toyota aber im Gegensatz zu Elektroautos vergleichbare Reichweiten wie konventionell angetriebene Fahrzeuge.

Durch das Freigeben der Patente hofft Toyota, dass andere Hersteller auch auf die Technologie umsteigen und sich Kosten wie etwa beim Aufbau der nötigen Infrastruktur teilen lassen. Einen ähnlichen Weg ging zum Beispiel auch der kalifornische E-Auto-Pionier Tesla.

Die Patente umfassen nach offiziellen Angaben Schlüssel-Technologien wie Brennstoffzellen-Stacks (1.970 Patente), Hochdruck-Wasserstofftanks (290 Patente) und Steuer-Software (3.350 Patente). Für den Ausbau des Tankstellennetzes können Unternehmen  und Organisationen darüber hinaus rund 70 Toyota-Patente nutzen, die sich mit dem Aufbau und Betrieb von Wasserstoff-Stationen beschäftigen.

Toyota arbeitet seit rund 20 Jahren an der Brennstoffzellen-Technologie. In dieser Zeit haben die Japaner viel Geld in diesen Antrieb investiert. Beim Rest der Auto-Branche wird die Technik, bei der Wasserstoff an Bord in Strom umgewandelt wird, größtenteils skeptisch gesehen. Schließlich ist die zuvor nötige Extrahierung von Wasserstoff aus Wasser enorm energieaufwändig.

Auch Mercedes befasst sich seit vielen Jahren mit der Technik, doch die schon mehrfach angekündigte Serienreife wurde immer wieder verschoben. Derzeit heißt es, man werde im Verbund mit Ford und Renault-Nissan im Jahr 2017 so weit sein. Honda will hingegen schon 2016 mit dem FCV durchstarten.



Quelle: Motorline

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