Supermotor soll 30 Prozent sparsamer sein

Der Verbrennungsmotor ist ja nicht neu und zufrieden ist man bis jetzt ja auch nicht wirklich damit, aber trotzdem gibt es eine Firma die sich dem Annahm. Das amerikanische Scuderi lässt den gleichnamigen Motor im sogenannten Split- Cycle- Prinzip arbeiten – der dadurch um bis zu 30 Prozent sparsamer sein soll als normale Viertaktmotoren.

Die dies genau funktioniert, die Erklärung: Die Maschine arbeitet mit geteiltem Taktzyklus, d.h. die vier Takte eines herkömmlichen Verbrennungsmotors werden auf jeweils zwei Zylinder aufgeteilt. Die Zylinder sind durch einen Überleitungskanal miteinander verbunden. Der erste des Zylinderduos übernimmt das Ansaugen und die Verdichtung der Luft und schiebt sie dabei über eben diesen Kanal in den Brennraum des Kollegen nebenan. Dann schließt das Ventil und der Verbrennungsprozess, also der Arbeitstakt, beginnt mit der Zündung kurz nach dem oberen Totpunkt des Kolbens im zweiten Zylinder. Diese Trennung von Arbeits- und Kompressionstakt führt zu einer wesentlich gesteigerten Treibstoffeffizienz. Der Verbrauch sinkt – verglichen mit einem modernen konventionellen Verbrennungsmotor – um etwa 30 Prozent, der NOx- Ausstoß um bis zu 80 Prozent.

In weiteren Ausbaustufen ließe sich der Wirkungsgrad des Scuderi- Motors weiter steigern, etwa durch Wärmerückgewinnung und Zylinderdeaktivierung. Zudem kann Bewegungsenergie – beispielsweise beim Abbremsen oder im Teillastbetrieb – als Druckluft- Energie gespeichert werden. All das was andere bis jetzt probiert haben, soll nun Scuderi geglückt sin.

Ach als Zwischenspeicher von Energie kann das Scuderi- Prinzip dienen. Als Puffer könnte der Motor bei Windkraft- und Solaranlagen überschüssigen Strom zu hochkomprimierter Druckluft umwandeln und ebenso kostengünstig wie technisch vergleichsweise anspruchslos in Drucktanks speichern. Der Scuderi- Motor kann – im Gegensatz zu konventionellen Motoren – in weniger als einer Stunde bei einem Tankvolumen von etwa 130m³ so viel Druckluft abspeichern, dass bei Bedarf 1 MW Strom mit einem elektrischen Wirkungsgrad von weit über 50 Prozent produziert werden kann. Zum Vergleich: Ein Blockheizkraftwerk hat im Durchschnitt einen elektrischen Wirkungsgrad von 30 bis 40 Prozent.

Das amerikanische Unternehmen ist bereits in Verhandlungen mit Automobilherstellern und der Energiewirtschaft. Die schnelle technische Umsetzbarkeit und die unproblematische Produktion des Motors könnten ihm schon bald ein Entree im Automobil oder in der Stromerzeugung verschaffen.



Quelle: krone.at

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