Soundmodule für Elektroautos machen den Straßenverkehr sicherer

Im Zeitalter der Elektromobilität nun ist das Modul in einem anderen Kontext relevant geworden. Die Teslas und sonstigen E-Mobile dieser Welt machen ja keine Geräusche und sind insofern nicht nur für blinde Menschen eine Gefahr, sondern auch für Leute, die es einfach nicht gewohnt sind, dass Autos nur dezente Abroll-Geräusche machen.

 


Mit Soundmodul vom Diesel zum Formel-eins-Boliden: der Mercedes GLE Coupe 350 Diesel

 

Das Powersoundmodul ist hier eine Lösung, vor allem da ab kommendem Jahr die neu zugelassenen Elektroautos Geräusche machen müssen. Gesetzlich vorgeschrieben.

Patrick Grimm ist Gründer der Mercedes Tuning-Schmiede Chrometec. Die Unterfranken haben sich auf Leistungsoptimierung, Sound-Tuning und verbesserte Aerodynamik spezialisiert. Mit seinem Power Soundmodul möchte Grimm den Dunstkreis Mercedes verlassen. Im Zeitalter der aufstrebenden Elektro-Mobilität könnten Soundmodule einen echten Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten.

 

Folgend, ein Gespräch mit dem Mercedes-Tuning-Experten Patrick Grimm

 

MAG: „ Herr Grimm, Sie propagieren, dass Elektroautos mit Sound- bzw. Klangmodulen ausgestattet werden sollten, warum?“

Grimm: „Letztes Jahr wollte ich in einem Provinzstädtchen die Straße überqueren und wurde von einem Tesla fast auf die Motorhaube genommen. Man hört die Autos einfach nicht. Und das ist – zumindest in den kommenden Jahren des Übergangs – lebensgefährlich für Fußgänger.“

 

MAG: „Veränderungen hat es immer gegeben. Menschen passen sich am besten an, wenn Sie gleich mit der Realität umgehen.“

Grimm: „Meinen Sie man sollte gewissermaßen aus pädagogischen Gründen erst einmal einen Anstieg bei den Unfalltoten in Kauf zu nehmen?“

 

MAG: „Natürlich nicht, aber verlagert man das Problem denn nicht nur, wenn man jetzt mit künstlichen Geräuschkulissen arbeitet?“

Grimm: „Wir verbauen seit einigen Jahren Soundmodule. Bei uns als Spezialisten für Kfz- insbesondere Mercedes-Tuning geht es da vor allem um eine voluminöse, ästhetische Klangkulisse. Es gibt also noch andere Gründe Soundmodule zu nutzen.“

 

MAG: „ … das ist aber sicher nicht jedermanns Sache.“

Grimm: „Richtig. So wie sich Bungee-Jumping klassisch nicht als Belustigung für Rentnerausflüge eignet. Fakt ist, es ist ein Markt für Sound-Tuning da und der ist nicht klein.“

 

MAG: „Und deshalb sollte das jetzt im Rahmen der Elektromobilität stärker ins Visier der Öffentlichkeit rücken?“

Grimm: „Ich plädiere lediglich dafür nachzudenken, wie man die faktisch geräuschlosen Elektroautos wahrnehmbar macht. Was beim Tuning der Kern ist, nämlich der robuste Sound, ist bei E-Fahrzeugen eine überragende Maßnahme den Verkehr sicherer zu machen.

 

MAG: „Sie werden sich sicher freuen, dass der Gesetzgeber das bereits erkannt hat. Ab 2019 muss jedes neu entwickelte Elektroauto Fahrgeräusche von sich geben.“

Grimm: „Genau, aber mir geht es vor allem um die Umrüstung bereits zugelassener Elektroautos.“

 

MAG: „Momentan sind Sie ja auf Mercedes-Tuning spezialisiert. Können Sie denn auch andere Fahrzeuge mit Soundmodulen ausstatten?“

Grimm: „Ja. Wir können unseren Soundgenerator eigentlich in alle werksüblichen Fahrzeuge einbauen. Voraussetzung ist lediglich ein vorhandenes Can-Bussystem. Das ist seit dem Jahr 2002 bei praktisch jedem neu ausgelieferten Fahrzeug vorhanden.

 

MAG: „Herr Grimm, Danke für das Gespräch.

Grimm: „Gerne.“

 

Mehr Informationen, Bilder und Videos findet ihr auf den oben angeführten Links.

 

Quelle: Chrometec und Power Soundmodul

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Ein Kommentar zu Soundmodule für Elektroautos machen den Straßenverkehr sicherer

  1. Eine gute Methode, um auf die leisen Elektroautos aufmerksam zu machen. Ich denke, das macht den Straßenverkehr sicherer.

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