Smart ganz anders

Ein intelligentes Auto entwickeln Wissenschaftler des Robotics Innovation Center in Bremen (DFIK) zurzeit, das sich je nach Verkehrsbedingungen klein machen, bei Hindernissen einzelne Räder anheben und künftig auch selber sein Ziel ansteuern kann, berichtete auto.de. Basis für das selbstdenkende Auto ist ein Smart, dem die Wissenschaftler den Namen EO smart connecting verpasst haben. Der Prototyp des Roboter-Smart ist Teil des Projekts, bei dem innovative Techniken zur Elektromobilität erforscht werden.

Der Straßenroboter soll nach Aussagen der Wissenschaftler extrem beweglich sein, verändert seine Form und passt sich den aktuellen Verkehrssituationen an. Ein Beispiel für den EO smart ist das flexible Fahrwerk. Es eröffnet die Möglichkeit, den Stadtzwerg nochmals zu verkürzen – auch während der Fahrt. Wenn sich der Wagen zusammenschiebt, bockt sich die Fahrerkuppel regelrecht auf. Das Auto wächst dann zwar in der Höhe von 1,6 Meter auf 2,1 Meter an, gleichzeitig verkürzt er sich um einen halben Meter. Diese Minimierung in der Länge soll dem mechanischen Zusammenschluss mit anderen E-Fahrzeugen zu einer Autokette dienen, den sogenannten „Road Trains“. Bei der Verkoppelung der Fahrzeuge werden auch deren aktuelle Fahrdaten und Energieflüsse verknüpft. Gleiche Strecken können gemeinsam als „Zug“ mit weniger Verbrauch bewältigt werden. Alle Fahrzeuge werden dann einheitlich gesteuert.

Um in der Stadt besonders wendig und flexibel zu sein, lassen sich die vier Räder um bis zu 90 Grad schwenken. Auf diese Art und Weise lässt sich das Fahrzeug auch seitlich einparken. Um Hindernissen auf engstem Raum auszuweichen, kann der Scifi-Smart auf der Stelle wenden, diagonal fahren und bei Bedarf einzelne Räder anheben. Mit einer derzeitigen Spitzengeschwindigkeit von 55 km/h qualifiziert sich der EO zum idealen Stadt-Robocar. Nur zum selbständigen Einkaufen ausrücken kann er noch nicht – aber das kann ja noch kommen.



In weiter Ferne liegt da noch das eigentliche Entwicklungsziel des EO smart. Er soll nämlich eines Tages völlig autonom fahren können. Dazu zählen dann das selbständige Einparken und Andocken an Ladestationen. Die Sensoren und Elektronik kommunizieren dann zudem permanent mit anderen Verkehrsteilnehmern, um die Verkehrsinformationen zu erhalten und Unfälle zu vermeiden.
Dank entsprechender Sensorik und Rechnerkapazitäten kann der EO smart seine Umgebung genauestens analysieren. Neben ihrer Arbeit haben die Wissenschaftler sicherlich auch eine Menge Spaß bei der Entwicklung ihres Smart mit künstlicher Intelligenz. Schließlich entspricht die ganze Entwicklungsphilosophie eher dem Bau eines Roboters, denn eines Autos. Wenn R2D2 aus dem Krieg der Sterne das noch erleben dürfte, würde er sich bestimmt in EO smart verlieben, und sich seine obere Körperhälfte noch schneller auf den Unterteil drehen.

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