Schutz für Rettungskräfte bei Unfall eines Elektroautos

Falls ein Elektroauto in einen Unfall verwickelt wurde, besteht für die Insassen und auch für die Rettungskräfte ohne diverse Sicherheitsmaßnahmen absolute Lebensgefahr, da der Hochvoltakku Spannungen von bis zu 400 Volt abgibt.

Um bei einem Unfall mit einem Elektroauto die Helfer und die Insassen zu schützen, hat der Autozulieferer Continental einen Sensor entwickelt, der einem Unfall erkennt und die Batterie bzw. den Akku automatisch abschaltet, do dass die Feuerwehr oder die Rettungskräfte die Eingeklemmten ohne das Risiko eines Stromschlages bergen zu können.

Satellite for Electric Vehicles (evSAT), so heißt der Sensor, der Elektroautos sicherer machen soll.
Dieser Sensor kann bei Elektro- als auch Plug-in-Hybrid-Autos eingesetzt werden. Es handelt sich dabei um einen Beschleunigungssensor, der Front-, Heck- und Seitenaufprall aber auch einen Überschlag erkennt und  die Batterie innerhalb einer halben Sekunde abschaltet, neben bei wird über die CAN-Schnittstelle ein Signal an das Batterie-Management-System gesendet, welches dann die Batterie abschaltet.

Ebenso reagiert evSAT, wenn im Fahrbetrieb ein Überschlag (Dachlage, Rollover) erkannt wird. hier wird die Batterie innerhalb von maximal vier Sekunden deaktiviert. Bei anderen Unfällen während der Fahrt bleibt evSAT inaktiv, da die Batterieabtrennung vom Airbagsystem übernommen wird. Ist das Elektroauto abgestellt und wird nicht geladen, schaltet sich evSAT in einen Ruhemodus, um die Batterie zu schonen.

Der Sensor evSAT kann in den verschiedensten Stellen im Elektrofahrzeug eingebaut werden, allerdings sollte der Sensor weit genug im Inneren des Autos platziert werden, um bei einem Unfall nicht beschädigt zu werden. Als Vorteile hebt Continental hervor, dass bei der Verwendung von evSAT innerhalb einer Baureihe die konventionell angetriebenen PKW-Varianten nicht verändert werden müssen. Der Sensor der evSAT soll sich ohne größere Eingriffe in die bestehenden Bordsysteme von Elektrofahrzeugen und Hybridfahrzeugen integrieren lassen.

In anderen Ländern wie beispielsweise die USA ist es bereits heute schon gesetzlich vorgeschrieben, dass die Spannung im Bordnetz nach einem Unfall innerhalb von fünf Sekunden auf unter 60 Volt sinken muss. In Deutschland und Österreich gibt es bisher keine derartigen gesetzlichen Vorschriften.

Telmo Glaser, Projektleiter für evSAT bei Continental berichtet, „Bei der weiteren Entwicklung hin zur Elektromobilität wird die Sicherheit von Elektro-PKW’s eine wichtige Rolle spielen. Das dafür zukunftsfähige Technologien benötigt werden, zeigt sich bereits in der Nachfrage nach evSAT auch von Seiten zahlreicher anderer Automobilhersteller.“

Ab dem Jahr 2012 will ein großer deutscher Automobilhersteller evSAT in seine Fahrzeuge einbauen, welcher Autobauer das sein wird, ist allerdings noch nicht bekannt gegeben worden.

Die Produktion der Sensoren beginnt noch in diesem Jahr im Continental-Werk in Regensburg, Deuschland.

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