Neue EU Richtlinie für Erdgas

Erdgasautos kommen bei den Kunden nicht wirklich an. Deshalb gibt es nun eine Richtlinie der EU, man will unter anderem das Tankstellennetz ausbauen.

Dazu sagte José Fernandez Garcia vor kurzem auf dem 14. Erdgas Mobil Symposium in Berlin: „Erdgas ist ein fester Bestandteil der europäischen Strategie.“

Vor allem ist Erdgas wichtig, damit man die ab 2020 geltenden schärferen CO2-Grenzen gerecht werden kann. Nun muss man sich nur noch überlegen, wie bringe ich die Erdgasfahrzeuge an den Mann.

Erdgas, hat ja so seine Vorteile. „Bis zu 24 Prozent weniger CO2 als ein vergleichbarer Benziner stößt Erdgas aus und die Verbrennung verläuft viel sauberer“, sagt Ulrich Eichhorn, Geschäftsführer beim Verband der Automobilindustrie (VDA). Außerdem spart man damit etliche Euros und sie kosten weniger in der Anschaffung als Elektroautos. „Sie sind ungefähr gleich hoch wie bei den Elektroautos. Und Elektroautos sind noch einmal rund 10.000 Euro teurer bei der Anschaffung als Autos mit Erdgas“, so Eichhorn weiter.

Das Ziel ist es, das Erdgasautos, auch genauso sauber werden wie Elektroautos. Durch Beimischung von Biomethan schwinden die fossilen Elemente. Das Ziel 100 Prozent Biomethan und somit emissionsfreies Fahren. Man will viel, nur klappt es einfach nicht so wie man es sich vorstellt. Denn um ehrlich zu sein, so kann ich mir auch nicht vorstellen, dass eine Million Elektroautos bis zum Jahr 2020 auf unseren Straßen fahren und das ist das Ziel der Bundesregierung.

„Die Infrastruktur verläuft schleppend“, sagt Eichhorn, „und das Vertrauen in den Kraftstoff ist nicht groß genug. Für viele der 28 Mitgliedsstaaten ist das Thema Erdgas Neuland. In Frankreich ist Erdgas zum Beispiel gar nicht verfügbar.“ Daran erkennt man, es ist noch ein steiniger Weg, bis zum Ziel. Und ob hier nur das Tankstellennetz auszubauen reicht?

Für Jens Andersen, Leiter des Aggregatemanagements bei Volkswagen, sieht auch die fehlende Kommunikation als Erklärung für den ausbleibenden Durchbruch an. „Elektrofahrzeuge sind präsent – CNG dagegen ist in der Öffentlichkeit nicht vertreten. Niemand weiß, was wir für einen attraktiven Kraftstoff anbieten.“

Im Jahr 2013, haben sich 7.800 Autofahrer für ein Erdgasauto entschieden und 6.379 Autofahrer entschieden sich für ein Elektroauto, Tendenz leicht steigend, aber das reicht nicht. Eichhorn sieht zwar, man ist am richtigen Weg, aber man muss eben noch viele Steine wegräumen.

Grund für die Steine sind, hohe Anschaffungskosten, die sich allerdings je nach Fahrzeuggebrauch recht schnell wieder hereinbringen lassen, keine optimale Infrastruktur und dadurch ist auch die Reichweite ist ein großes Thema.



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