„Kestrel“-Studie – Kanadier bauen Elektroauto aus Hanf

In Kanada wird gerade ein Elektroauto aus Hanf hergestellt, das schon im Jahr 2012 Realität werden könnte.

Der kanadische Automobilhersteller und Fahrzeugentwickler „Motive Industries“ zeigt, dass Industrie-Hanf nicht nur zum Flechten von Seilen und Abdichtungen von Leitungen verwendet werden kann. Der Clou an der viersitzigen Elektroauto-Studie „Kestrel“, zu deutsch „Turmfalke“: Sie ist so gut wie nur aus Hanf gefertigt. Der biologische Rohstoff habe den Vorteil, so haltbar wie das im Bootsbau verwendete Glasfaser-Material zu sein, zugleich sei es aber unglaublich leichtgewichtig, schwärmt Firmenpräsident Nathan Armstrong. So hat die Studie samt Batterie ein Gewicht von 1.130 Kilogramm und somit rund 150 Kilogramm weniger als ein konventionell angetriebener Ford Focus. Die Folge ist, der Energieverbrauch sinkt um 25 bis 30 Prozent.

Dies soll durch das Material möglich gemacht werden. In Sachen Festigkeit und Leichtgewicht entspricht der Werkstoff Hanf laut den Ingenieuren Kohlenstofffasern (Karbon), die in Sportwagen oder Elektrofahrzeugkonzepten wie BMWs „Megacity Vehicle“ Verwendung finden. Hanf ist aber ein schnell nachwachsender Rohstoff und er ist auch deutlich billiger zu produzieren als Karbon.

Für den Einsatz in der Autoindustrie werden die Hanf-Fasern mit Polymer-Harz versetzt und zu Matten geflochten. So kann man die Produktionskosten des Autos auf 25.000 Dollar senken. Laut dem Hersteller ist ein fahrbereiter Prototyp so gut wie fertig. Es könnte 2012 die Serienproduktion starten.

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