Härteste Solarauto-Rennen der Welt

Die Uni Bochum geht mit ihrem Solarauto „BO Gran Turismo“ – dies ist ein mit Sonnenkraft betriebenes Rennauto – bei der „World Solar Challenge“ an den Start. Die WM für Solarmobilität findet in Australien statt. Die Rennregeln sind sehr streng und die fahrt geht über 3.000 Kilometer von Darwin nach Adelaide. Jeder Teilnehmer darf nur drei Quadratmeter Solarzellen an seinem Auto montiert haben. Scheint die Sonne optimal, entspricht dies einer Leistung von 1.000 Watt oder 1,3 PS. Das ist gerade mal so viel Energie um einen normalen Staubsauger zu betreiben. Der „Solar-Bolide“ aus Bochum wird von einem Radnabenmotor angetrieben.

Der „Solar-Bolide“ trifft auf eine sehr große Konkurrenz aus „Down Under“. Australien macht seinem Ruf alle Ehre. Hier ist wirklich der Platz der Sonne in Sachen alternative Antriebe. Natürlich haben die Nachwuchsingenieure aus Australien so auch einen riesen Vorsprung den anderen gegenüber. So schaffte auch ein Student der University of New South Wales in Sydney ein Solarauto zu konstruieren, das 88 km/h gefahren ist und somit auch den Weltrekord schaffte. Es ist nicht schwer zu erraten, das die Teams aus „Down Under“ auch bei der WM die Favoriten schlecht hin sind.

easysolarcarport.de

Das deutsche Studententeam sieht seine Chancen sehr realistisch. Man erhofft sich aber einen relativ guten Platz im Oktober 2011 bei der anstehenden Neuauflage des Rennens. Der Bochumer Professor Friedrich Pautzke meinte: „Für einen Platz am Treppchen, müsste man eine fahrende Tischtennisplatte bauen“. Zur Ehrenrettung seiner Studierenden führt der Wissenschaftler an, dass diese anders als ihre „Performance-orientierten“ Kontrahenten aus Australien und den USA bei der Fahrzeug-Entwicklung neben der Energieeffizienz immer auch die Alltagstauglichkeit ihrer Solarautos im Blick hätten.

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