Erdgas günstiger und umweltfreundlicher

Das vorübergehend auf Eis gelegte Erdgas-Projekt wird doch fortgesetzt, neuer Sponsor ist der Fachverband Gas Wärme, drei Rallyes stehen auf dem Programm.


Die Mitglieder des Fachverbands Gas Wärme und Manfred Stohl arbeiten ab sofort zusammen, berichtete www.motorline.cc. Das Ziel: Positionierung von Erdgas als sauberen, günstigen und sportlichen Treibstoff.

Manfred Stohl fährt unter neuer Flagge: Ab sofort ist der Fachverband Gas Wärme neuer Sponsor des österreichischen Rallyepiloten.

„Erdgas im Tank war bei Rallye-Wettbewerben für mich immer eine gute Wahl“, sagte Stohl bei der Präsentation des neuen Sponsors in Teesdorf/NÖ.

„Daher lag die Zusammenarbeit mit dem Fachverband Gas Wärme nahe. Ich bin zuversichtlich, dass wir dem Treibstoff Erdgas damit zu mehr Popularität verhelfen können!“

Fachverbands-Geschäftsführer Michael Mock: „Manfred Stohl ist das ideale Testimonial für den sportlichen, umweltfreundlichen und günstigen Treibstoff Erdgas.“ Daher sei eine längerfristige und umfassende Zusammenarbeit geplant.

Von fünf ausstehenden Läufen zur Österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft wird Stohl mit seinem Rallyeboliden Mitsubishi Evo IX Erdgas an drei Rennen teilnehmen.

Erdgas ist günstig und umweltfreundlich

Der Treibstoff Erdgas punktet mit geringem Verbrauch, deutlichen finanziellen Ersparnissen gegenüber Benzin oder Diesel und einer höheren Umweltverträglichkeit. Stohl: „Erdgasfahrern bleibt mehr Geld im Börserl und darüber hinaus tun sie der Umwelt Gutes.“

Stohl wird unter anderem im Rahmen der Kampagne „Nichts leichter als Erdgas“ auftreten.

Stohl zum Treibstoffvergleich: „Erdgas ist mein Sieger“

Der Rallye-Pilot Manfred Stohl hat auf einer 100-Kilometer-Testfahrt die Treibstoffe Benzin und Erdgas verglichen. Ergebnis: „Erdgas bringt 100 Prozent Leistung bei bis zu 60 Prozent weniger Kosten.“

Die Treibstoffe Benzin und Erdgas wurden vom international erfolgreichen Rallye-Piloten Manfred Stohl einem Praxistest unterzogen. Die Test-Ziele: Die jeweilige Qualität, den Verbrauch und die Kosten festzustellen.

Stohl fuhr knapp 100 Kilometer mit einem 150 PS-starken VW Touran Highline TSI EcoFuel, zuerst mit Erdgas, dann mit Benzin. Die ÖAMTC Fahrtechnik dokumentierte die insgesamt dreistündige Testfahrt.

Der Test im Detail

02. Mai 2011, 18:30 Uhr: Start an der Agip-Erdgastankstelle in Baden. Manfred Stohl sitzt am Steuer, Beifahrer ist ein ÖAMTC-Fahrtechnik-Instruktor als neutraler Beobachter. Der VW Touran wird mit Erdgas vollgetankt und die Fahrt beginnt.

Die Route führt von Baden über Mayerling und St. Corona nach Hainfeld. Auf dem Rückweg passiert das Testfahrzeug Weissenbach und Günselsdorf. Nach 1 Stunde, 24 Minuten und 12 Sekunden Fahrzeit trifft der Touran wieder am Ausgangspunkt ein.

Stohl fährt den restlichen Erdgastank systembedingt leer, dann startet er dieselbe Route mit dem mit Benzin gefüllten ergänzenden Zweittank. Nach 1 Stunde, 23 Minuten und 4 Sekunden kehrt er wieder zum Zielort in Baden zurück.

Ergebnis: Erdgas um 60 Prozent günstiger als Benzin

Die fast idente Fahrzeit unterstreicht, dass die Testfahrten unter gleichen Bedingungen und mit dem gleichen Fahrverhalten durchgeführt wurden. Das Ergebnis: Der VW Touran benötigt 8,2 Liter Benzin, aber nur 4,98 Kilogramm Erdgas pro 100 Kilometer.

Der wesentlich aussagekräftigere Gradmesser ist der Kostenfaktor: „Erdgas bringt bei gleicher Leistung enorme finanzielle Ersparnisse mit sich“, sagt Stohl. „Denn auf 100 Kilometer bezahle ich für Erdgas an der Tankstelle aktuell rund 4,6 Euro, für Benzin hingegen rund 11,7 Euro – also das 2,5-fache.“

Anders formuliert: Erdgas ist im Praxistest von Manfred Stohl aktuell um 60 Prozent günstiger als Benzin. „Der Sieger steht fest“, so Stohl: „Erdgas hat Benzin klar geschlagen. Erdgasfahrer bekommen die gleiche Leistung für viel weniger Geld.“

Erdgasautos sind sauber, günstig und sportlich

Michael Mock, Geschäftsführer des Fachverbandes Gas Wärme, fügt hinzu: „Wer wie Manfred Stohl mit Erdgas fährt, tut auch der Umwelt Gutes. Erdgasautos verursachen praktisch keinen Feinstaub und setzen um 29 Prozent weniger CO2 frei als Fahrzeuge mit herkömmlichem Antrieb.“

Der Treibstoff Erdgas bewährt sich sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke. Mock: „Das zeigt: Erdgasautos sind sauber, günstig und sportlich.“

Höchste Erdgas-Tankstellendichte

„Die österreichische Erdgaswirtschaft hat in den vergangenen Jahren ihre Hausaufgaben gemacht“, sagt Wolfgang Altmann, Geschäftsführer von Wien Energie Vertrieb und Bereichssprecher Gashandel im Fachverband Gas Wärme:

„Wir haben knapp 180 Erdgas-Tankstellen und damit die höchste Tankstellendichte in Europa.“ Das Erdgas-Tankstellennetz in Österreich ist flächendeckend ausgebaut. Im Rahmen des Events wurde auch eine neue Tankstellen-Karte mit sämtlichen Erdgas-Tankmöglichkeiten vorgestellt.

Altmann: „So sieht jeder Erdgasfahrer auf einen Blick, dass Österreich gut mit Tankstellen versorgt ist und wo er die nächstgelegene Tankmöglichkeit findet.“



Auch die Automobilwirtschaft hat in die Entwicklung von Erdgas-Autos investiert. Es gibt eine Bandbreite von 25 Serien-Fahrzeugen – vom Kleinwagen über die Limousine bis hin zum Transporter. Altmann: „Nun sind Autofahrer am Zug, die mit diesen Modellen sowohl sparsam als auch umweltfreundlich unterwegs sein können.“

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