Die Saubermänner

Elektroautos sind leise und sauber. Sie rollen schon heuer auf Österreichs Straßen. Ein Überblick über die ersten Stromtriebler von Chevrolet bis Peugeot.

Das Auto der Zukunft? Fährt mit Strom. Sagen (fast) alle. Und das nicht erst in zehn Jahren, sondern schon heuer. Genauer: Schon jetzt! Denn: Die ersten Pioniere in Sachen Elektroantrieb stehen bereits in den Verkaufsräumen. Und die nächsten scharren schon in den Startlöchern. Hier ein Überblick – über alle, die noch heuer von der Steckdose auf Österreichs Straßen rollen.

Die Ersten? Laufen, nein: surren schon. Und das gleich im Dreierpack. Denn Citroens C-Zero, Mitsubishis i-MiEV und Peugeots iOn sind nicht nur Brüder im Geiste, sondern auch unter dem Blech. Nicht einmal 3,5 Meter lang, gut eine Tonne schwer, Platz für vier Personen und Reserven für 150 Kilometer. Reichweite heißt das bei dem Stromtrieblern. Und die geht pro Ladung (dauert an einer 230-Volt-Steckdose etwa sechs Stunden). Zwischen 64 und 67 PS leisten die drei Elektromotoren, und brauchen nicht nur null Sprit, sondern haben auch noch null Emissionen (und machen null Lärm). Preise? Ab 35.946 Euro für den C-Zero, ab 35.900 Euro für den i-MiEV, ab 35.460 Euro für den iOn (die NoVA entfällt).

Und der Nächste kommt schon im Herbst. Dieser ist um ein Eck größer als das zuvor erwähnte Trio. Ampera heißt Opels Familienfahrzeug, das (auch) nur mit Strom fährt. Und das bis zu 80 Kilometer weit, danach wird ein (benzingetriebener) Generator zugeschaltet, der den Ampera bis zu 500 Kilometer weit antreibt. Aufgeladen ist der gut 4,4 Meter lange Fünftürer in nur drei Stunden, die Nennleistung beträgt 150 PS, und Platz ist im Ampera reichlich für vier Personen (plus 301 Liter Kofferraum). Bekommen kann man diesen dann für ab 42.900 Euro (inklusive Batterie). Verwandt ist Opels Ampera mit einem weiteren Strompionier, nämlich Chevrolets Volt. Dieser hat dieselbe Antriebstechnologie (nämlich eine Batterie für Kurzstrecken plus einen benzingetriebenen Generator für Langstrecken) unter dem Blech. Auch er hat eine Reichweite von 500 Kilometer und 161 km/h Höchstgeschwindigkeit. Starten wird er in Österreich Ende des Jahres.

Aber es kommt noch einweiterer Ende des Jahres. Der Nissan Leaf wird bald über unsere Straßen rollen. Dieser ist genauso land wie der Ampera und der Volt, hat aber für fünf Personen Platz und einen Laderaum von 680 Liter (bei umgeklappten Rücksitzen). 109 PS leistet der E-Motor des Leaf, kommt auf maximal 144 km/h und reicht rund 160 Kilometer weit. Aufgeladen ist er in gut acht Stunden, oder mit dem Schnellladesystem „quick charge“, in weniger als 30 Minuten (auf 80 Prozent seiner Kapazität). Für (sehbehinderte) Fußgänger hat der Leaf, das „Auto des Jahres 2011“ noch ein spezielles Akustik-System an Board. Der Preis ist jedoch noch nicht bekannt.

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