Aus einem Pilz wird Diesel gemacht

Im südamerikanischen Regenwald haben US-Forscher einen Pilz entdeckt, aus dem man dieselähnlichen Treibstoff herstellen kann. Der Pilz heißt Gliocladium roseum und dieser produziert aus Pflanzenresten ein Gemisch von Kohlenwasserstoffen. Laut den Angaben der Wissenschaftler von der Montana State University ist der neue Pilz eine vielversprechende Quelle für Biodiesel aus nicht-fossilen Energiequellen.

Entdeckt wurde dies in einer chilenischen Scheinulme, einer Baumart aus Chile. Mikroorganismen die Kohlewasserstoffe produzieren sind zwar nichts neues, doch der Mix von Gliocladium sei dem handelsüblichen Diesel viel ähnlicher, als man bisher bei anderen Pilzen und Bakterien beobachten könnte.

Die Wissenschaftler von der Montana State University nannten das neue Treibstoffgemisch daher Mykodiesel, nach dem griechischen Wort „myces“ für Pilz.

Gary Strobel sagte: „Gliocladium roseum macht Kohlenwasserstoffe direkt aus Cellulose, der Hauptkomponente in Pflanzen und Papier.“ Damit verdaue der Pilz auch Stängel und Sägemehl. In der Landwirtschaft entstehen jedes Jahr cirka 430 Millionen Tonnen Pflanzenabfall. andere Mikroben können daraus nur dann Treibstoff produzieren, wenn ein weiterer Verarbeitungsschritt zwischengeschaltet wird. Das Gliocladium könnte dies stark vereinfachen.

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