ZSW mit Hochleistungs-Brennstoffzelle

Bei der Energiewende ruhen große Hoffnungen auf der Brennstoffzelle. Sie erzeugt aus einer Reaktion von Sauerstoff mit Wasserstoff elektrischen Strom, und dieser kann zum Antrieb von Fahrzeugen eingesetzt werden. Brennstoffzellen sind wie Verbrennungsmotoren Energiewandler. Das heißt, sie wandeln die im Kraftstoff gebundene chemische in Bewegungsenergie um.

Dabei ist die Brennstoffzelle ungleich erfolgreicher. Während beim Verbrennungsmotor nur rund 20 Prozent der im Kraftstoff gebundenen Energie als Bewegungsenergie reüssieren, ist das Verhältnis bei der Brennstoffzelle genau umgekehrt. Neben den Automobilherstellern engagiert sich das Forschungsinstitut ZSW (Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg) als unabhängige Plattform für eine neu entwickelte Hochleistungsbrennstoffzelle, die es im Rahmen der Hannover Messe (23. bis 27. April) vorstellt. Die Brennstoffzelle erreicht einen Wirkungsgrad von rund 3 500 Watt pro Liter Wasserstoff. Damit ist sie besonders für den Einsatz im Auto geeignet. Da bei einer Brennstoffzelle für den mobilen Einsatz in puncto Temperatur, Druck und Stöchiometrie (Reaktionsgleichungen von Stoffmengen) besondere Anforderungen zu berücksichtigen sind, fährt das SW-Brennstoffzellen-Testzentrum in Ulm rund um die Uhr die entsprechenden Testreihen.

Für den Einsatz im Auto müssen mehrere Brennstoffzellen-Einheiten zu einem sogenannten „Stack“ gebündelt werden. Nur so lässt sich eine Leistungsmenge erreichen, die für den elektrischen Antrieb eines Autos genügt. Brennstoffzellen können im stationären Einsatz mittlerweile eine sehr hohe Lebensdauer erreichen. So führte ein Systemtest zu einer Anwendungszeit von 20 000 Stunden. Ihren vollen Nutzen für eine Energiewende können Brennstoffzellen mit der Erzeugung emissionsfreien Stroms allerdings erst dann entfalten, wenn es gelingt, Wasserstoff mit alternativ gewonnener Energie herzustellen.



Quelle: Auto.de

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