Weniger Kraftstoff durch intelligenten Antrieb

Permanente und zuschaltbare Allradantriebe sind doch nicht so optimal, wie man einmal glaubte. Sie bringen so einige Nachteile mit sich. Die zahlreichen, ständig bewegten mechanischen Komponenten erzeugen unter anderem Reibung und bringen mehr Gewicht auf die Waage. Dies beutetet wiederum, der Verbrauch steigt.

Damit man dies überwindet hat Magna Powertrain nun eine neue Entwicklung. Der kanadisch-österreichische Automobilzulieferer stellte das System „Flex4“ jetzt im nordschwedischen Arjeplog vor. Die Bezeichnung steht für einen Allradantrieb, der den Kraftfluss zu der Kardanwelle, dem zweiten Differential und den sonst frei mitrollenden Rädern erst dann herstellt, wenn er benötigt wird. Damit spart man Sprit, die CO2-Werte sinken und laut Hersteller ist hier die Rede von sogar fünf Prozent.

Magna Powertrain benutzt einen veränderten technischen Ansatz. Dabei kommt eine Klauenkupplung zum Einsatz, die bei einem Fronttriebler das Hinterachsdifferential und die Kardanwelle vom Antrieb trennt, wenn dieser nicht benötigt wird. Das geschieht über einen Magnetschalter. Dementsprechend trennt die Kupplung bei einem Hecktriebler Vorderachsdifferential und Kardanwelle. Die Antriebswellen der optional angetriebenen Räder sind über eine neuartige Lamellenkupplung mit dem zweiten Differential verbunden. Das neue System nutzt die in Fahrzeugen vorhandene Sensorik unter anderem von ESP. Die Innovation ist laut Hersteller nicht nur für Front- und Hecktriebler gleichermaßen geeignet, sondern auch für quer und längs eingebaute Motoren.

Getestet wurde auf zugefrorenen Seen und präparierten Strecken. Als Testauto diente  ein Landrover Freelander 2. So ließ sich die Allradfunktion auch manuell zuschalten. Im Zweiradmodus wechselte das Fahrzeug beispielsweise bei Glätte von selbst zum Einsatz mit vier angetriebenen Rädern. Der Allradmodus setzte auch dann automatisch ein, wenn das Fahrzeugheck in der Kurve auszubrechen begann. Dann sorgte das kurvenäußere, bisher nicht angetriebene Rad, durch den schnell und weich einsetzenden Vortrieb für eine rasche Stabilisierung. Bei Wechselkurven gelangt die Kraft vorwiegend an die zum Erreichen der Fahrstabilität nötige Fahrzeugseite. Bei Geradeausfahrt endete die Energie-zehrende Rotation der Kardanwelle ebenfalls in Sekundenbruchteilen, und das Fahrzeug war wieder als Fronttriebler unterwegs.

Bis jetzt zeigten drei Kunden von Magna großes Interesse an diesem System. Von wenn hier die Rede ist, weiß man jedoch noch nicht.



Quelle: auot-presse.de

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