Software für bessere E-Mobil-Batterien

Entscheidend zur Verbesserung der Batterien von Elektroautos beitragen könnte eine Software, die Forscher des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) in Kaiserslautern entwickelt haben.

Man weiß, dass die Lithium-Ionen-Batterie zu schwer und zu teuer ist und über zu wenig Kapazität verfügt. Laut einer ADAC-Umfrage würden 74 Prozent der Befragten ein Elektroauto kaufen, wenn sie in Sachen Kosten, Komfort und Sicherheit keine Abstriche hinnehmen müssen. Ein Drittel der Befragten erwarten eine Reichweite von mindestens 500 Kilometern. Und genau das ist das Problem.

An dieser Stelle tritt die neue Simulations-Software „BEST“ ins Spiel. BEST steht für Battery and Electrochemistry Simulation Tool. Dabei werden sämtliche Transport- und Reaktionsvorgänge der Lithium-Ionen zwischen den Elektroden auf makroskopischer und mikroskopischer Ebene dargestellt. Sogar Poren mit nur zehn Mikrometern Größe sind zu sehen. Auch die Position der Elektroden ist variierbar und es lassen sich auch verschiedene Materialien miteinander kombinieren.

Die Verteilung des Stromflusses gibt beispielsweise Aufschluss zur Wärmeproduktion der Batterie. Mit der Software spürt man sofort Stellen auf die heiß werden und sich entzünden können. Denn gerade die Temperaturentwicklung beeinflusst die Lebensdauer des Akkus. Man will mit der Software die Autohersteller und die Hersteller der Batterien unterstützen um weitere Reichweiten zu erreichen und das Beschleunigungsverhalten zu verbessern. Die Software wurde auf der Hannover-Messe am Fraunhofer-Stand erstmals vorgestellt.

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Ein Kommentar zu Software für bessere E-Mobil-Batterien

  1. Posttraumatiker sagt:

    Ich versteh’ den Sinn und Zweck der Software, aber ich fürchte, dass sich Li-Ionen-Akkus nicht dermaßen in ihrer Effizienz steigern lassen, dass sie die notwendigen Leistungen mitbringen. Da macht eine elektrochemische Übertragung von elektrischem Strom in Wasserstoff bedeutend mehr Sinn in meinen Augen.

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