Kauftipps für umweltbewusste Neuwagen

Viele Käufer denken vor dem Kauf eines Neuwagens an unsere Umwelt, aber nicht nur das ist ein Grund sich darüber Gedanken zu machen, sondern auch der Kraftstoffpreis – der immer höher wird.

Eine immer größere Rolle spielt beim Kauf eines Neuwagens die Umweltverträglichkeit eines Autos. Die Zeit in der der Spaß im Vordergrund stand ist vorbei. Dazu führten die hohen Spritpreise, der Klimawandel und die emissionsbasierte Kfz-Steuer. Doch nun gibt es so viele „grüne“ Neuwagen, dass man als Kunde schnell mal den Überblick verlieren kann. Damit einem das nicht passiert und man nach dem Kauf auch das Auto in der Garage stehen hat, was für einem Ideal ist, gibt Anna Fehmel vom ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD) einige Tipps.

1. Benutzung immer vorher überlegen

Anna Fehmel sagte: „Vor dem Autokauf steht erst einmal die Überlegung an, für welche Strecken der Wagen gewöhnlich benutzt und was damit regelmäßig transportiert werden soll.“ Denn eines muss man wissen, je höher die Motorisierung desto höher der Spritverbrauch und damit auch der CO2-Ausstoß.

„Wer einmal im Jahr eine Waschmaschine oder einen sperrigen Schrank transportiert, sollte den Neuwagen nicht nach diesem Aspekt auswählen, sondern kann sich dafür ein Fahrzeug leihen“, so Anna Fehmel. Ein Klein- und Kompaktwagen reicht im Normalfall für den Alltagsgebrauch vollkommen aus. Für den Urlaub mit der Familie reicht in den meisten Fällen sogar eine zusätzliche Dachbox.

2. Welcher Antrieb ist sinnvoll?

Wo und wie oft ein Fahrzeug genutzt wird, klärt die Frage der Antriebsart. Fährt man hautsächlich in der City und fährt weniger als 15.000 Kilometer im Jahr ist mit einem kleinen Benzinmotor gut beraten. Fährt man aber mehr als 15.000 Kilometer im Jahr sollte man sich für einen Hybridantrieb entscheiden. Dies ist zwar in der Anschaffung teurer, aber dafür braucht er so gut wie keinen Sprit, wodurch man hier wieder Kosten einsparen kann.

Für Autofahrer die viel unterwegs sind und das überwiegend auf Schnellstraßen und Autobahnen ist der Diesel die richtige Wahl. Selbstzünder haben aufgrund ihres geringen Verbrauches einen CO2-Vorteil gegenüber Benzinern, setzt dafür aber mehr Stickoxide frei. Denn Käufer der noch Umweltbewusster sein möchte kann sich für ein Erdgasfahrzeug entscheiden. „Sie stoßen rund ein Viertel weniger CO2 aus als Benziner. Allerdings ist die Tankstellendichte gerade im ländlichen Raum noch vergleichsweise gering.“ Flüssiggas und Autogas lohne such Umwelttechnisch und Kostentechnisch eher nicht.

3. Formel 110-120-140

„Die Faustformel 110-120-140 hilft, sich für ein möglichst klimaverträgliches Fahrzeug zu entscheiden“, erläuterte Fehmel. Zum Beispiel sollte ein Kleinwagen nicht mehr als 4,7 Liter Benzin und 4,2 Liter Diesel verbrauchen, dann hat er einen CO2-Ausstoß von 110 Gramm pro Kilometer. 120 Gramm CO2 seien in der Kompaktklasse die Obergrenze, das einen Verbrauch von 5,1 Liter Benzin und 4,5 Liter Diesel entspricht. Bei einem Familienwagen ist die Obergrenze 140 Gramm bei einem Verbrauch von 6.0 Liter Benzin und 5,3 Liter bei Diesel.

Diese Angaben werden zwar unter einheitlichen Laborbedingungen bestimmt, jedoch weißt Fehmel darauf hin, dass in der Wirklichkeit der Verbrauch meistens höher ist. Dies sollte man beim Kauf schon mal berücksichtigen.

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