Elektromobilität braucht mehr Unterstützung der Politik

Langfristige Ziele zur Durchsetzung von E-Fahrzeugen können nur erreicht werden, wenn es ausreichende staatliche Unterstützung auf globaler Ebene gibt, so ein neuer Bericht der Energieexperten von GlobalData.

London- Global Data stellt in einem neuen Bericht fest, dass es auf den wichtigsten Märkten noch immer versäumt wird, fixe Ziele samt entsprechender Unterstützung zur Marktdurchdringung von E-Fahrzeuge festzulegen. Es gibt bereits Folgewirkungen durch fehlende Infrastruktur, fehlende Sensibilisierung der Verbraucher und Verzögerungen bei der Lieferung, die weiterhin die Zukunft der besten Einsatzpläne bedrohen- wenn nicht rasch Änderungen gemacht werden.

Die Regierungen in wichtigen Ländern wie z.B. in USA, in Großbritannien, China, Frankreich, Deutschland und Irland haben langfristige finanzielle Anreizsysteme eingeführt, in Form von Subventionen und Steuernachlässen, um die Anwendung von E-Fahrzeugen zu fördern. Aber mehr Unterstützung ist notwendig. Es gibt auch eine Reihe von nicht-finanziellen Anreizen: In Norwegen ist beispielsweise das Fahren auf Busspuren erlaubt, kostenloses und unbegrenztes Parken auf öffentlichen Plätzen, und Ausnahmen bei der City-Maut werden gegeben. Diese Initiativen wirken derzeit als Treiber für den EV-Markt, und werden auch weiterhin dazu beitragen, das künftige Wachstum zu stimulieren.

Allerdings wurden nationale Maßnahmen sehr oft in der praktischen Umsetzung „zerquetscht“. Zum Beispiel hat Irland geplant, bis Ende 2012 6000 E-Autos einzusetzen. Die zuständigen Versorger haben jedoch eine termingerechte Lieferung verzögert und das Ziel wird daher nicht erreicht werden können.



Lange Ladezeiten sind ein weiterer Punkt, der zu gespürter Zurückhaltung am Markt führt. Unzureichende Infrastruktur in manchen Regionen lässt den Fahrer allein mit seiner Reichweitenangst, die es vor dem Umstieg auf ein E-Fahrzeug sehr oft gibt. Schnellladestationen sind dünn gesät- damit wird das Aufladen über Nacht notwendig, bis es weitere Möglichkeiten zur Schnellladung gibt. Außerdem wird die Auswahl an Strecken, die entsprechende Ladestationen haben, derzeit sehr oft durch längere Fahrtstrecken erschwert.

Auch die Kosten der Fahrzeuge wirken noch abschreckend auf das Marktwachstum, ohne entsprechende staatliche Subventionen für den Fahrzeug-Kauf wird sich hier derzeit nichts ändern. Der globale durchschnittliche Preis für ein E-Fahrzeug liegt immer noch bei rund 39.270 Dollar, verursacht durch die Kosten der Batterie, was bei einem Vergleich mit einem entsprechenden herkömmlichen Verbrennungsmotor (ICE) Fahrzeuge die Konsumenten oft noch verschreckt. Der Preis der Batterien, die in E-Fahrzeugen verwendet werden, wird voraussichtlich alle 4-5 Jahre um rund 50% sinken. „Der Kaufpreis für diese saubere Technologie wird immer noch als eine der wichtigsten Einschränkungen für das Marktwachstum gesehen, wahrscheinlich so lange, bis der Preis der Batterien deutlich fällt.“ meinen die Energieexperten von Global Data.

Quelle: oekonews.at

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