Neuwagenstudie: Alternative Antriebe – Bisher kaum bezahlbare Elektro- und Hybridautos im deutschen Markt

Verbraucher haben wenig Auswahl und insbesondere heimische Modelle sind teuer in der Anschaffung.

Auch in diesem Jahr präsentieren viele Hersteller und Importeure auf der Frankfurter IAA (Internationale Automobil-Ausstellung) Fahrzeuge mit alternativen Antriebskonzepten. Elektromotoren und Hybridantriebe scheinen nach wie vor der Zukunftstrend zu sein. Doch was hat der deutsche Markt tatsächlich zu bieten? Der Neuwagenvermittler MeinAuto.de hat sich in der vorliegenden Studie anhand gängiger Marken einen Überblick über das aktuelle Marktangebot und die Preise verschafft. Derzeit können Neuwagenkäufer  aus 11 Modellen mit Elektroantrieb und weiteren 34 Modellen mit Hybridmotor wählen. Von 293 gelisteten PKW-Modellen auf dem Neuwagenportal MeinAuto.de liegen die Anteile von Elektro- und Hybridfahrzeugen demnach bei lediglich 3,75 bzw. 11,60 Prozent.

„Die Importmarken werden bis Ende 2013 einen Großteil des Marktes unter sich aufteilen. Da nun immer mehr heimische Modelle in den Markt kommen, wird sich auch die Nachfrage nach Elektroautos steigern. Mittelfristig werden deutsche Hersteller auch im Feld der „Alternativen Antriebe“ eine wichtige Rolle übernehmen“, prognostiziert Branchenexperte Alexander Bugge, Geschäftsführer von MeinAuto.de, die Marktentwicklung.

Der Markt für Elektroautos ist bislang nicht richtig in Schwung gekommen

Deutsche Autobauer bieten momentan gerade einmal 4 Modelle mit rein elektrischem Antrieb an: smart fortwo electric drive, BMW i3, Ford Focus Electric und Mercedes SLS AMG Electric Drive. Durch den Mercedes SLS ergibt sich dadurch ein durchschnittlicher Listenpreis von 127.588 Euro für Elektroautos aus Deutschland. Für die breite Masse der Deutschen sind neben dem deutschen smart lediglich die Modelle der europäischen und asiatischen Konkurrenz erschwinglich: So ist der Kleinwagen ZOE des französischen Autobauers Renault für einen Listenpreis von 21.700 Euro käuflich . Und die japanischen Marken Nissan und Mitsubishi bieten ihre Stromer Leaf und iMiev zu Listenpreisen von 23.790 und 29.300 Euro an.

Deutsche Hybridfahrzeuge sind kostspielig und nur für Besserverdiener erschwinglich

Etwas größer als bei Elektroautos ist das Modellangebot bei Hybridfahrzeugen. Wer Hybrid hört und ans Sparen denkt, bekommt allerdings einen ersten Schock beim Blick auf die Preisliste. Derzeit bieten die gängigen Marken rund 34 Modelle zu einem durchschnittlichen Listenpreis von 73.727 Euro an. Auch bei Hybridfahrzeugen sind deutsche Autos im Markt noch sehr teuer. Der durchschnittliche Listenpreis auf aktuell im Markt verfügbare Hybridmodelle  der deutschen Hersteller liegt bei 118.106 Euro. Wird der 768.026 Euro teure Luxus-Sportwagen Porsche 918 in der Berechnung nicht berücksichtigt, so ergibt sich immer noch ein durchschnittlicher Preis von 68.112 Euro. Das sind im Vergleich zu einer ähnlichen Studie („Mangelware Ökoautos“) von MeinAuto.de aus dem Jahr 2011 insgesamt 22.426 Euro weniger auf den Durchschnittspreis.

Asiaten bieten günstigsten Einstieg in hybrides Autofahren

In Sachen günstige Hybridmodelle fahren die Asiaten den deutschen und europäischen Autobauern voraus. Den billigsten Hybriden im deutschen Markt gibt es von Toyota (Yaris 18.300 €), gefolgt vom Honda Jazz (19.290 €). Der Preisunterschied vom Yaris zum günstigsten deutschen Neuwagen mit Hybridantrieb (Jetta von Volkswagen | 31.700 €) beläuft sich auf satte 13.400 Euro. Dabei muss Hybrid-Technik nicht zwingend teuer sein, wie die japanischen Hersteller zeigen.



Quelle: MeinAuto.de

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